Norwegen ist weltberühmt für spektakuläre Landschaften und atemberaubende Ausblicke. Gleichzeitig ist das Land auch Heimat einer faszinierenden Tierwelt, von der viele Arten in freier Wildbahn andernorts nur schwer zu beobachten sind.
5 Min. LesezeitAktualisiert: 21. Mai 2026Von: Das Fjord Tours-Team
Die meisten Tiere in Norwegen stellen keine Gefahr für Menschen dar – vorausgesetzt, Sie beachten ein paar einfache Regeln. Auf einer Aktivreise können Sie diese beeindruckenden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben und gleichzeitig die einzigartige Landschaft genießen.
Planen Sie ein Abenteuer in der norwegischen Natur? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Tiere Sie während Ihrer Norwegen-Reise entdecken können.
Die Tiere im Überblick
Die weite, unberührte Natur Norwegens mit ihrer vielfältigen Landschaft bietet den perfekten Lebensraum für zahlreiche Arten. Sind Sie selbst ein Naturfreund? Dann nutzen Sie die Chance und beobachten Sie eine Vielzahl von Vögeln und Säugetieren in ihrer natürlichen Umgebung.
Natürlich gibt es keine Garantie für Sichtungen – aber folgende Tiere könnten Ihnen begegnen:
Papageitaucher (Puffins)
Man schließt sie einfach schnell ins Herz, diese farbenfrohen Tiere mit ihren leuchtend orangefarbenen Schnäbeln und drolligen Gesichtern. Im Sommer lassen sich Papageitaucher an mehreren Orten Norwegens beobachten. Besuchen Sie die Insel Runde bei Ålesund, wo Tausende von ihnen an den dramatischen Klippen nisten. Auch auf den Vesterålen können Sie bei Bootstouren Kolonien mit bis zu 150.000 Brutpaaren erleben. Kleinere Gruppen entdecken Sie zudem in den Gewässern rund um Spitzbergen.
Schneehasen
Man muss sehr leise sein, um einen Schneehasen in der Wildnis zu entdecken – aber der Anblick dieser sanften Geschöpfe ist ein echtes Geschenk. Ähnlich wie die in Deutschland bekannten Feldhasen tragen auch Schneehasen im Sommer ein braunes Fell, im Winter werden die besonders flauschigen Tiere jedoch weiß. So passen sie sich an die jeweilige Jahreszeit an.
Wölfe
In vielerlei Hinsicht ist der Wolf das „umstrittenste“ Tier Norwegens. Bei der letzten Zählung wurden insgesamt etwas weniger als 90 Tiere registriert. Trotz dieser geringen Zahl gibt es eine ausgewiesene Schutzzone für Wölfe. Das sorgt für Kontroversen, da Tiere, die aus diesem Gebiet herauswandern, zur Jagd freigegeben werden können.
Elche
Sie können ein majestätisches Geweih mit einer Spannweite von bis zu 150 cm tragen und sind damit die größten Tiere in den norwegischen Wäldern. Elche sind oft weniger scheu als erwartet und können auch tagsüber gesichtet werden. Die besten Chancen auf ein Treffen mit dem König der Wälder haben Sie jedoch nach Sonnenuntergang, am besten ausgerüstet mit einer starken Taschenlampe.
Moschusochsen
Diese urzeitlich anmutenden „zotteligen Riesen“ findet man im Dovrefjell-Gebirge – sie sind selten und einzigartig. Trotz ihres massiven Aussehens kommen Touristen manchmal auf die glorreiche Idee, für das perfekte Selfie ganz nah heranzugehen. Ein gut gemeinter Tipp: Sie können die Tiere aus sicherer Entfernung beobachten. Doch wenn Sie ihren persönlichen Bereich verletzen, könnten Sie sich plötzlich in einem Wettlauf gegen ein über 400 Kilo schweres Tier wiederfinden, das bis zu 60 km/h schnell rennt.
Rentiere
Wilde Rentiere finden Sie vor allem in den arktischen Regionen mit bergigen Gebieten und Birkenwäldern. Obwohl sie völlig frei umherstreifen, befinden sich viele dieser Herden in Privatbesitz und werden wegen ihres mageren, schmackhaften Fleisches sowie ihres Fells geschätzt. Die Rentierhaltung ist ein traditionelles Privileg der Samen. Die Herden ziehen sowohl durch die nördliche Tundra der Finnmark als auch durch die Region Trøndelag in Mittelnorwegen
Braunbären
Die mittlerweile extrem seltenen Braunbären entdeckt man am ehesten in den Wäldern rund um den Nationalpark Øvre-Pasvik. Sie ernähren sich hauptsächlich von Beeren und Pflanzen, reißen aber gelegentlich auch ein Schaf. Wie bei den Moschusochsen gilt daher: Abstand halten statt Selfies machen. Bewahren Sie Ruhe und ziehen Sie sich langsam zurück.
Eisbären
Ganz anders sieht es auf der Inselgruppe Spitzbergen (Svalbard) aus: Hier leben mehr Eisbären als Menschen. Leider schrumpfen die Bestände, weshalb der Eisbär zum Symbol der Klimakrise geworden ist. Prognosen zufolge könnte sich die Population bis 2050 auf ein Drittel reduzieren.
Luchse
Luchse sind große Wildkatzen und leben in dichten Wäldern in ganz Norwegen, bis in den hohen Norden nach Troms. Die etwa einen Meter langen Raubkatzen fressen Nagetiere, Vögel und Hasen, greifen aber manchmal auch Schafe oder Hauskatzen an.
Bartrobben
Die eher scheuen Bartrobben entdeckt man in den norwegischen Fjorden nur mit scharfen Augen. Sie sind die größte Robbenart Nordeuropas und halten sich besonders gerne in der Nähe von Eisschollen auf.
Das waren nur einige Vertreter der spannenden norwegischen Tierwelt – auch Buckelwale, Seeadler, Polarfüchse, Walrosse und viele andere Tiere nennen Norwegen ihre Heimat.
Sicherheit geht vor
Die Tierwelt in Norwegen ist weitgehend harmlos, und nur sehr wenige Tiere können Menschen gefährlich werden. Die wichtigste Ausnahme ist der Eisbär auf Spitzbergen. Expeditionen zur Eisbärenbeobachtung sollten daher ausschließlich mit einem einheimischen Guide unternommen werden. In der Regel finden diese Ausflüge per Boot statt – zur Sicherheit der Menschen und Tiere.
In den anderen Landesteilen besteht die größte Gefahr durch Wildtiere wie Elche oder Hirsche, die plötzlich die Straße überqueren – besonders bei Dunkelheit oder nach starkem Schneefall. Wenn Sie mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs sind, sollten Sie daher stets aufmerksam sein. Begegnen Sie in der Natur größeren Tieren wie Elchen oder Bären, halten Sie Abstand und bewegen Sie sich am besten langsam in die entgegengesetzte Richtung.
Auf Entdeckertour
Diese Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis – besonders in Kombination mit der rauen Schönheit der norwegischen Landschaft. Werfen Sie einen Blick auf diese empfohlenen Erlebnisse in der freien Natur.