Die Felskanzel Preikestolen (auf Deutsch: der Predigtstuhl) gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Norwegens. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die faszinierende Geschichte dieser legendären Felsformation und verstehen, warum sie Besucher aus nah und fern in ihren Bann zieht.
6 Min. LesezeitAktualisiert: 21. Mai 2026Von: Das Fjord Tours-Team
Dieser Text wurde mit hilfe künstlicher Intelligenz übersetzt.
Was ist der Preikestolen?
Der Preikestolen ist ein etwa 25 x 25 Meter großes Felsplateau mit beeindruckendem Blick auf die umliegende Landschaft. Die Felskanzel thront 604 Meter über dem Lysefjord und bietet eine Aussicht bis nach Lysebotn am Ende des Fjords. Der Reiseführer Lonely Planet beschreibt den Preikestolen als „einen der spektakulärsten Aussichtspunkte der Welt“. Er steht regelmäßig ganz oben auf den Listen der schönsten Naturwunder der Erde und zieht bereits seit mehr als einem Jahrhundert Besucher an.
Die berühmte Naturattraktion hat auch eine spannende Geschichte. Entdeckt wurde der Preikestolen im Jahr 1896 von Thomas Peter Randulff, einem Bankdirektor und leidenschaftlichen Wanderer. Der Überlieferung nach war Randulff als Passagier auf dem Dampfschiff Oscar II unterwegs, als er den markanten Felsen hoch über dem Fjord entdeckte. Fasziniert von seiner Schönheit beschloss Randulff, den Gipfel zu erklimmen. Gemeinsam mit seinem Freund Ole Hausken und der Hilfe von drei Einheimischen schaffte er es nach mehreren Wandertagen bis nach oben.
Wie bei jeder großen Entdeckung blieb der spektakuläre Preikestolen nicht lange ein Geheimnis. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Touristen, und der Wanderverein Stavanger begann mit dem Ausbau der Infrastruktur, um die damals noch lange und beschwerliche Wanderung zu erleichtern.
Über die Jahre wurden Gasthäuser entlang des inzwischen beliebten Weges errichtet. Trotz dieser Erleichterungen blieb der Fels selbst unverändert – als eindrucksvolles Denkmal der gewaltigen Kräfte der Natur.
Wo liegt der Preikestolen?
Der Preikestolen liegt in der Gemeinde Strand im Südwesten Norwegens, knapp 40 Kilometer von Stavanger entfernt. Die Anreise ist heute einfacher denn je: Von Stavanger aus erreichen Sie den Preikestolen in etwa anderthalb Stunden mit dem Bus oder Auto (Fähre ist optional). Von Oslo aus dauert die Reise etwa acht Stunden.
Wie komme ich zum Pulpit Rock?
Eine perfekte Möglichkeit, zum Pulpit Rock von Stavanger zu gelangen, ist die Tour Lysefjord Cruise & Pulpit Rock Hike, die eine atemberaubende Fjordkreuzfahrt auf dem Lysefjord und den Transport mit dem Bus zum Ausgangspunkt für die Wanderung beinhaltet.
Eine andere Option ist die gesamte Strecke mit dem Auto zurückzulegen, dank der Eröffnung des Ryfylke-Tunnels im Jahr 2019. Der Tunnel ist tatsächlich der weltweit längste Unterwassertunnel für den Straßenverkehr und erstreckt sich über beeindruckende 14,4 km!
Nach der Ankunft auf dem Parkplatz des Pulpit Rock müssen Sie sich für die 3,5 km lange Wanderung zum Gipfel bereitmachen. Obwohl die Wanderung nicht besonders schwierig ist, verläuft der Pfad am Rand der Klippe, wenn Sie den Gipfel erreichen. Wenn jemand in Ihrer Gruppe Höhenangst hat, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Der "Hill Trail" zweigt von der Hauptstrecke ab und bietet eine andere Möglichkeit, den Gipfel zu erreichen. Er beinhaltet zwar ein wenig zusätzliche Höhendifferenz, aber der Weg ist breiter und leichter zu navigieren, ideal für Familien mit Kindern!
Wann ist die beste Reisezeit?
Der Preikestolen ist grundsätzlich das ganze Jahr über zugänglich. Aufgrund der langen Sommertage sind die Monate Juni, Juli und August am beliebtesten. Die eigentliche Wandersaison in Norwegen reicht jedoch von April bis Oktober. Besonders die frischen Farben des Frühlings und die goldene Pracht des Herbstes unterstreichen die atemberaubende Natur der Region.
Wer Kälte nicht scheut, kann den Preikestolen sogar im Winter besuchen. Wegen Schnee und Eis ist dann besondere Vorsicht geboten. Wanderer werden dafür mit einem nahezu menschenleeren Plateau und einem glitzernden Fjord tief unter sich belohnt. Achten Sie auf warme Kleidung und werfen Sie einen Blick auf unsere Wandertipps!
Tipps für die Preikestolen-Wanderung
Vor dem Aussichtspunkt mit dem traumhaften Panoramablick müssen Sie eine mittelschwere Wanderung bewältigen und sich gut vorbereiten. Unvorbereitete Wanderer können unterwegs schnell an ihre Grenzen stoßen. Mit der richtigen Vorbereitung wird die Tour jedoch zu einem großartigen Erlebnis!
Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für die Wanderung zum Preikestolen – inklusive Sicherheitshinweisen für den Aufenthalt auf dem Plateau.
Tagsüber ist am Preikestolen oft einiges los, da die Felsformation zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens gehört. Wenn Sie kurz vor Sonnenaufgang loswandern, erleben Sie die ersten Sonnenstrahlen in deutlich ruhigerer Atmosphäre
Vorbereitung auf die Wanderung
Die Wanderung zum Preikestolen gilt als relativ leicht und eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Dennoch sollte man die Strecke nicht unterschätzen, denn der Aufstieg ist durchaus fordernd und eine gute Vorbereitung unerlässlich.
Einige Abschnitte des Weges sind steil. Kurz vor dem Gipfel wird der Weg zudem schmaler und es geht in schwindelerregende Tiefe. Gute Wanderschuhe sind daher unverzichtbar – normale Laufschuhe oder gar Flip-Flops sind keine Optionen!
Ob Winter oder im Sommer, nehmen Sie Kleidung und Ausrüstung für alle Eventualitäten mit. In den Bergen kann das Wetter schlagartig umschlagen, und die Temperaturen können sich deutlich von denen auf Meereshöhe unterscheiden. Das bedeutet: warme Kleidung, regenfeste Schichten, viel Flüssigkeit und energiereiche Snacks. Auch eine Karte und ein Kompass sind empfehlenswert, obwohl der Wanderweg markiert ist. Packen Sie alles in einen bequemen Rucksack.
Die Dauer der Wanderung hängt vom Startpunkt ab. Die Tour „Preikestolen Sunrise Hike“ dauert beispielsweise etwa neun bis zwölf Stunden. Auch wenn der Aufstieg technisch nicht besonders schwierig ist, sollten Sie über eine gute Grundkondition verfügen. Im Winter ist die Tour deutlich anspruchsvoller, da Schnee und Eis zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.
Oben angekommen
Der Weg zum Preikestolen gilt grundsätzlich als sicher, und Unfälle sind selten. Trotzdem sollte die Sicherheit auch oben auf dem Plateau immer an erster Stelle stehen. Statistiken zeigen, dass Unfälle auf dem Weg zum Preikestolen tendenziell leicht zunehmen.
Besonders beliebt sind Fotos direkt an der Felskante. Manche legen sich sogar auf den Bauch und blicken über den Rand in die Tiefe. Aber Achtung: In dieser Höhe können Windböen deutlich stärker sein als weiter unten am Berg. Wenn Sie sich unsicher fühlen, machen Sie Ihr Foto lieber mit etwas Abstand zur Kante – kein Schnappschuss ist ein Leben wert.
Den Preikestolen selbst erleben
Klingt der Preikestolen nach genau dem Abenteuer, das Sie suchen? Dann planen Sie jetzt Ihre eigene Reise. Mit den zahlreichen Touren und Ausflügen von Fjord Tours war es noch nie so einfach, dieses Naturwunder selbst zu erleben